Sollzinsbindung
Der Zeitraum, für den dein Zinssatz festgeschrieben ist.
Die Sollzinsbindung legt fest, für wie lange der vereinbarte Zinssatz gilt — üblich sind 10, 15, 20 oder auch 30 Jahre. Grundsätzlich gilt: Je länger die Bindung, desto höher der Zinssatz, weil die Bank das Zinsänderungsrisiko für einen längeren Zeitraum trägt. Dafür bist du länger vor steigenden Zinsen geschützt und musst seltener eine Anschlussfinanzierung zu unbekannten künftigen Konditionen abschließen.
Ein wichtiges gesetzliches Recht steht jedem Kreditnehmer unabhängig von der vereinbarten Bindungsdauer zu: Nach § 489 BGB darfst du ein Darlehen zehn Jahre nach vollständiger Auszahlung mit einer Frist von sechs Monaten kündigen, ohne Vorfälligkeitsentschädigung zu zahlen — selbst wenn die vereinbarte Zinsbindung eigentlich länger läuft. Wer eine 20-jährige Bindung wählt, ist also nicht wirklich 20 Jahre gebunden, sondern kann ab dem zehnten Jahr flexibel umschulden, falls die Zinsen dann niedriger stehen.