Eigenkapital
Das Geld, das du selbst einbringst.
Eigenkapital ist alles, was du ohne Kredit in den Kauf einbringst — Erspartes, Bausparguthaben, manchmal auch ein Darlehen von Familienangehörigen. Es hat zwei getrennte Aufgaben: die Kaufnebenkosten zu decken und den Beleihungsauslauf zu senken. Beide werden oft verwechselt, sind aber unterschiedlich wichtig.
Kaufnebenkosten — Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, gegebenenfalls Makler — lassen sich zwar theoretisch mitfinanzieren, sind dafür aber ungeeignet: Sie schaffen keinen Gegenwert, den die Bank im Sicherungsfall verwerten könnte, weshalb eine Vollfinanzierung inklusive Nebenkosten (110-Prozent-Finanzierung) deutlich schlechtere Konditionen bekommt oder ganz abgelehnt wird. Diese Kosten solltest du also praktisch immer aus Eigenkapital decken, unabhängig davon, wie viel darüber hinaus noch da ist.
Zusätzliches Eigenkapital jenseits der Nebenkosten senkt den Beleihungsauslauf und damit den Zinssatz — hier lohnt sich jeder Prozentpunkt, den man ohne komplette Erschöpfung der eigenen Reserven aufbringen kann. Eine Reserve für unerwartete Ausgaben nach dem Einzug sollte trotzdem bestehen bleiben; wer sein gesamtes Eigenkapital ins Objekt steckt, hat bei der ersten überraschenden Reparatur keinen Puffer mehr.