Beleihungsgrenze
Der Anteil des Beleihungswerts, bis zu dem eine Bank besonders günstig finanziert.
Der Beleihungswert ist die vorsichtige, langfristige Werteinschätzung der Bank. Die Beleihungsgrenze ist der Prozentsatz davon, den die Bank im günstigsten Risikoband finanziert — bei klassischen Realkrediten häufig rund 60 Prozent, bei anderen Instituten abweichend geregelt. Alles darüber ist aus Banksicht ein anderes Produkt, auch wenn es im selben Vertrag steht.
Praktisch entstehen dadurch Zinsstufen: Eine Finanzierung, die knapp über eine Stufengrenze rutscht, kann spürbar teurer werden als eine, die knapp darunter bleibt. Wenige tausend Euro zusätzliches Eigenkapital können deshalb einen überproportionalen Zinseffekt haben — es lohnt, die Stufen beim jeweiligen Anbieter konkret zu erfragen statt nur den Endzins zu vergleichen.
Oberhalb der Beleihungsgrenze bewertet die Bank das Darlehen als anderes Risiko und verlangt einen Zinsaufschlag — schon wenige tausend Euro mehr Kreditsumme können diese Stufe überschreiten.
Darlehenssumme über der Beleihungsgrenze: Der Zinsaufschlag gilt.
Der Beleihungsauslauf liegt bei 80,0 % — 20,0 %-Punkte über der günstigen Stufe.
Beispielwerte zur Veranschaulichung — keine Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung.