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ImmobilienFinanzierung

Beleihungsauslauf

Der Anteil des Darlehens am Beleihungswert.

Der Beleihungsauslauf (englisch Loan-to-Value, LTV) beschreibt, welchen Anteil des Beleihungswerts das Darlehen ausmacht. Banken arbeiten dabei mit festen Stufen, an denen sich der Zinssatz sprunghaft ändert — üblich sind Grenzen bei 60, 80 und 100 Prozent. Innerhalb einer Stufe ändert sich am Zins wenig, an der Grenze zur nächsten Stufe kann er spürbar steigen.

Das erklärt, warum wenig zusätzliches Eigenkapital manchmal überproportional viel bringt: Wer mit 82 Prozent Beleihungsauslauf knapp über der 80-Prozent-Grenze liegt, zahlt oft für die gesamte Darlehenssumme den höheren Zinssatz der nächsten Stufe — nicht nur für die letzten zwei Prozentpunkte. Ein paar Tausend Euro mehr Eigenkapital, die diese Grenze unterschreiten, können sich über die Zinsbindung um ein Vielfaches auszahlen.

Relevanz je nach Rolle

Käufer
Bevor du dein Eigenkapital final festlegst, lohnt sich die Frage an die Bank, wo die nächste Zinsstufe liegt — ein kleiner Aufschlag kann dich über eine teure Grenze bringen.
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