Umsatzmiete
Eine Miete, deren Höhe ganz oder teilweise vom Umsatz des Mieters abhängt.
Das Modell teilt das unternehmerische Risiko: Der Vermieter partizipiert an guten Jahren, trägt aber auch schwache mit. Für die Bewertung einer Immobilie ist das anspruchsvoller als eine Festmiete, weil der Ertrag schwankt und von der Qualität des Betreibers abhängt. Entscheidend sind die Definition des maßgeblichen Umsatzes, Nachweis- und Prüfrechte des Vermieters sowie die Höhe der Mindestmiete als Untergrenze.
Für Käufer heißt das, nicht mit dem Spitzenjahr zu rechnen. Belastbar ist die Mindestmiete; alles darüber ist eine Chance, keine gesicherte Position. Wer eine Umsatzmiete in die Finanzierung einrechnet, sollte die Kapitaldienstfähigkeit an der Mindestmiete prüfen — Banken tun das ohnehin.