Zwischenfinanzierung
Ein kurzfristiger Kredit, der die Lücke überbrückt, bis Geld aus einer anderen Quelle da ist — etwa aus dem Verkauf der alten Immobilie.
Der klassische Fall: Du kaufst das neue Objekt, bevor das alte verkauft ist, oder ein Bausparvertrag ist noch nicht zuteilungsreif. Die Zwischenfinanzierung stellt das Kapital sofort bereit und läuft variabel, meist mit vierteljährlicher Kündigungsmöglichkeit, damit sie sofort abgelöst werden kann, wenn das Geld eintrifft.
Das Risiko liegt nicht im Zinssatz, sondern in der Annahme dahinter. Verkauft sich die alte Immobilie langsamer oder zu einem niedrigeren Preis als kalkuliert, läuft die teure Zwischenfinanzierung weiter — und die Bank hat den erwarteten Erlös bereits in ihrer Haushaltsrechnung vorausgesetzt. Banken verlangen deshalb oft einen belastbaren Nachweis, etwa einen bereits beurkundeten Kaufvertrag statt eines Inserats.
Für die Kaufentscheidung ist die entscheidende Frage nicht „bekomme ich die Zwischenfinanzierung", sondern „was passiert, wenn der Verkauf zwölf Monate länger dauert oder 15 Prozent unter Erwartung liegt". Wer diese Rechnung nicht aufmacht, kauft ein Terminrisiko, das er nicht steuern kann.
Das Risiko der Zwischenfinanzierung liegt nicht im Zinssatz, sondern in der Annahme dahinter — verzögert sich der Verkauf des alten Objekts, läuft die teure Finanzierung einfach weiter.
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Beispielwerte zur Veranschaulichung — keine Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung.