Lackschichtdickenmessung
Eine Messung, die zeigt, wie dick der Lack an einzelnen Karosseriestellen ist.
Werkslack liegt bei den meisten Fahrzeugen in einem relativ engen Bereich. Wird an einzelnen Bauteilen ein Vielfaches gemessen, wurde dort nachgearbeitet — was nicht automatisch einen Unfall bedeutet, aber eine Erklärung verlangt. Aussagekräftig ist das Muster: Ein einzelnes nachlackiertes Teil kann ein Parkrempler sein, mehrere zusammenhängende Teile auf einer Fahrzeugseite deuten auf einen größeren Schaden hin.
Wichtig ist die Systematik der Messung: an jedem Bauteil mehrere Punkte, immer im Vergleich zu Dach und Bauteilen, die selten beschädigt werden. Grenzen hat das Verfahren bei Kunststoffteilen wie Stoßfängern, wo die Werte ohnehin abweichen, und bei Aluminium- oder Carbonkarosserien. Es ersetzt keinen Gebrauchtwagencheck, ist aber die günstigste Vorprüfung bei der Besichtigung.