Erhaltungsplanung
Die vorausschauende Planung, welche Bauteile wann erneuert werden müssen und wie das finanziert wird.
Eine belastbare Planung erfasst Alter und Restlebensdauer der teuren Bauteile — Dach, Fassade, Fenster, Heizung, Leitungen, Aufzug, Balkone — und leitet daraus einen Zeit- und Kostenplan ab. Daraus ergibt sich, ob die Zuführung zur Erhaltungsrücklage ausreicht oder ob eine Erhöhung nötig wäre. Gemeinschaften mit einer solchen Planung entscheiden früher und günstiger als solche, die auf den Schaden warten.
Für Käufer ist die Kombination aus Gebäudealter, Rücklagenstand und Planungsstand das aussagekräftigste Bild überhaupt: Ein Gebäude aus den 1970er Jahren mit niedrigem Hausgeld und geringer Rücklage bedeutet, dass die Kosten noch kommen — verteilt auf weniger Jahre und damit in größeren Schritten. Danach zu fragen ist wichtiger als der Zustand der einzelnen Wohnung.
Ein Gebäude aus den 1970er Jahren mit niedrigem Hausgeld und geringer Rücklage bedeutet nicht, dass keine Kosten kommen — es bedeutet, dass sie noch kommen, verteilt auf weniger Jahre und damit in größeren Schritten.
Beispielwerte zur Veranschaulichung — keine Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung.