Fahrtenbuchmethode
Die Alternative zur pauschalen Dienstwagenbesteuerung: Der private Nutzungsanteil wird anhand eines lückenlosen Fahrtenbuchs ermittelt.
Erforderlich sind fortlaufende, zeitnahe und nicht nachträglich veränderbare Aufzeichnungen mit Datum, Kilometerstand zu Beginn und Ende, Reiseziel, Zweck und aufgesuchtem Geschäftspartner; private Fahrten werden mit der Kilometerangabe erfasst. Lose Zettel, nachträglich erstellte Tabellen oder Lücken führen regelmäßig zur Verwerfung — mit der Folge, dass rückwirkend die Pauschalmethode angewendet wird.
Nicht zu verwechseln ist das steuerliche Fahrtenbuch mit der behördlichen Fahrtenbuchauflage nach einem Verkehrsverstoß: Das eine dient dem Nachweis gegenüber dem Finanzamt, das andere der Fahrerermittlung durch die Verwaltungsbehörde. Elektronische Systeme mit GPS-Erfassung erleichtern die Führung erheblich, müssen aber die Unveränderbarkeit sicherstellen. Ob ein konkretes System anerkannt wird, gehört in die steuerliche Beratung.