Dienstwagenbesteuerung
Wer einen Firmenwagen auch privat nutzen darf, versteuert dafür einen geldwerten Vorteil.
Maßgeblich ist bei der Pauschalmethode der inländische Bruttolistenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung einschließlich Sonderausstattung — nicht der tatsächlich gezahlte Preis. Ein hoher Rabatt beim Einkauf senkt den zu versteuernden Vorteil also nicht. Für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit kommt ein weiterer Anteil hinzu, der mit der Entfernung steigt.
Daraus folgt die Grundabwägung: Bei hohem Listenpreis und wenig Privatnutzung ist die Pauschalmethode ungünstig, bei intensiver Privatnutzung meist vorteilhaft. Die Alternative ist die Fahrtenbuchmethode. Die Wahl ist an das Fahrzeug und das Kalenderjahr gebunden und lässt sich nicht rückwirkend beliebig umstellen — die Rechnung gehört deshalb vor die Fahrzeugübernahme, nicht in die Steuererklärung. Die konkrete Berechnung gehört in die steuerliche Beratung.
Bei hohem Listenpreis und wenig Privatnutzung ist die Pauschalmethode ungünstig, bei intensiver Privatnutzung meist vorteilhaft — die Wahl gilt für ein ganzes Kalenderjahr und lässt sich nicht rückwirkend ändern.
Pauschalmethode
- Bemessungsgrundlage
- Bruttolistenpreis bei Erstzulassung, unabhängig vom Rabatt
- Dokumentationsaufwand
- Keiner
- Günstig bei
- Hohem Privatanteil an der Nutzung
- Bindung
- An Fahrzeug und Kalenderjahr gebunden
- Fehlertoleranz
- Hoch, keine Nachweise nötig
Fahrtenbuchmethode
- Bemessungsgrundlage
- Tatsächliche Kosten, aufgeteilt nach gefahrenen Kilometern
- Dokumentationsaufwand
- Lückenloses Fahrtenbuch für jede Fahrt
- Günstig bei
- Geringem Privatanteil an der Nutzung
- Bindung
- An Fahrzeug und Kalenderjahr gebunden
- Fehlertoleranz
- Gering, Lücken gefährden die Anerkennung
Beispielwerte zur Veranschaulichung — keine Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung.