Endfälliges Darlehen
Während der Laufzeit zahlst du nur Zinsen, die komplette Kreditsumme wird erst am Ende in einer Summe fällig.
Beim endfälligen Darlehen bleibt die Schuld über die gesamte Laufzeit konstant, weil keine Tilgung fließt. Die Zinslast ist damit dauerhaft hoch — sie sinkt nicht, wie beim Annuitätendarlehen, mit jeder Rate. Parallel wird ein Tilgungsträger bespart, etwa ein Bausparvertrag, ein Fondssparplan oder eine Lebensversicherung, aus dem am Ende die Rückzahlung erfolgt.
Das Modell steht und fällt damit, ob der Tilgungsträger tatsächlich die erwartete Summe erreicht. Bleibt er dahinter zurück, entsteht eine Deckungslücke, die aus eigener Tasche geschlossen werden muss. Genau das ist bei kapitalbildenden Lebensversicherungen aus den 1990er- und 2000er-Jahren in großem Umfang passiert.
Relevant ist die Form heute vor allem bei vermieteten Objekten, weil Schuldzinsen dort als Werbungskosten abziehbar sind und eine konstant hohe Schuld steuerlich anders wirkt als bei Eigennutzung. Bei einer selbstgenutzten Immobilie fehlt dieser Effekt vollständig — dort ist ein endfälliges Darlehen in aller Regel nur teurer.
Die Rückzahlung eines endfälligen Darlehens hängt vollständig davon ab, ob der parallel besparte Tilgungsträger die kalkulierte Rendite tatsächlich erreicht — bleibt er dahinter zurück, entsteht eine Deckungslücke.
Tatsächliche Rendite unter der ursprünglichen Annahme: Es entsteht eine Deckungslücke.
Bei dieser tatsächlichen Rendite fehlen am Ende 37.474 €, die aus anderen Mitteln aufgebracht werden müssten.
Beispielwerte zur Veranschaulichung — keine Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung.