Hydraulischer Abgleich
Die Feineinstellung, die jeden Heizkörper richtig versorgt.
In einer Heizungsanlage nimmt sich Wasser den Weg des geringsten Widerstands — ohne Feinjustierung bekommen Heizkörper nahe der Heizungspumpe zu viel warmes Wasser, weiter entfernte zu wenig. Die Folge: Manche Räume werden zu warm, andere bleiben trotz aufgedrehter Heizung kühl, und die gesamte Anlage muss mit höherer Vorlauftemperatur laufen, als eigentlich nötig wäre, um die entfernten Räume noch zu erreichen.
Der hydraulische Abgleich berechnet für jeden Heizkörper die passende Durchflussmenge und stellt die Ventile entsprechend ein — meist eine ein- bis zweitägige Maßnahme durch einen Fachbetrieb, ohne Eingriff in die Bausubstanz. Das Einsparpotenzial liegt typischerweise bei 5 bis 15 Prozent der Heizenergie, bei besonders unausgeglichenen Altanlagen auch mehr. Für Gebäude mit mehr als zehn Wohneinheiten mit Gas- oder Ölheizung ist er inzwischen sogar gesetzlich vorgeschrieben (Energieeffizienzgesetz), für kleinere Gebäude bleibt er freiwillig, aber wirtschaftlich fast immer sinnvoll.