Bedarfsausweis
Energieausweis auf Basis der Gebäudesubstanz.
Der Bedarfsausweis ermittelt den Energiebedarf eines Gebäudes rechnerisch: Ein Sachverständiger erfasst Bauteile (Wände, Dach, Fenster, Kellerdecke), Baujahr und Anlagentechnik und berechnet daraus, wie viel Energie das Gebäude bei standardisiertem Nutzerverhalten benötigen würde. Das Ergebnis hängt nicht davon ab, wie die Vorbesitzer tatsächlich geheizt haben — anders als beim Verbrauchsausweis.
Für Gebäude mit weniger als fünf Wohneinheiten und Baujahr vor 1977 (bzw. ohne Sanierung auf einen vergleichbaren Stand) ist der Bedarfsausweis nach GEG sogar verpflichtend, weil bei solchen Gebäuden die Schwankungsbreite des Verbrauchsausweises zu groß wäre. Er kostet mit 400 bis 800 Euro deutlich mehr als ein Verbrauchsausweis, gibt dafür aber ein belastbareres Bild vom tatsächlichen Sanierungsbedarf.